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Vereinigung Cerebral Schweiz
Leitidee
Vereinigung Cerebral Schweiz

Neuer Zentralvorstandspräsident Vereinigung Cerebral Schweiz


Neuer Präsident Zentralvorstand Vereinigung Cerebral Schweiz

Die Vereinigung Cerebral Schweiz hat einen neuen Präsidenten. An der Delegiertenversammlung vom 29. Oktober 2011 in Conthey VS wurde Martin Staub zum neuen Präsidenten des Zentralvorstandes der Vereinigung Cerebral Schweiz gewählt. Er tritt die Nachfolge von Leo Wolfisberg an. Martin Staub ist seit 2007 Mitglied des Zentralvorstandes und war bereits als Vizepräsident tätig.
 
Martin Staub stellt sich vor:
 

·       geboren am 02. Dezember 1948

·       Wohnort: Schwanden, Glarus Süd, Kanton Glarus

·       verheiratet, 5 Kinder

·       Beruf: Lehrer Sekundarstufe I und Schulleiter

·       Ausbildung zum „Behindertensportlehrer“ 1974 in Magglingen

 

Seit dem Jahr 2007 arbeite ich im Vorstand der Vereinigung Cerebral mit. Ich freue mich, dass ich mich nun auch als deren Präsident für Menschen mit Behinderung einsetzen kann, im Sinne des Leitgedankens des Fridlihuus in Glarus: „ Menschen mit Behinderung entscheiden, leben und wohnen selbstbestimmt“.

In der Vereinigung Cerebral haben wir alle in den letzten Jahren gemeinsam und sehr intensiv daran gearbeitet, unsere Position im harten Kampf um die notwendigen Finanzen und die Anerkennung unserer legitimen Ansprüche, wie z.B. das Recht auf Ausbildung, nicht nur zu erhalten, sondern zu verbessern. Wir haben die Struktur und Organisation innerhalb der Vereinigung verbessert, um die Angebote für die regionalen  Vereinigungen, und damit für die Direktbetroffenen, noch effizienter und effektiver zu gestalten. Wir setzen uns dafür ein, die knappen Mittel, die uns zur Verfügung stehen, zu erhalten, wenn möglich zu vermehren und optimal einzusetzen. Dafür müssen wir den Mut haben, uns als Vereinigung Gehör zu verschaffen und, wenn nötig, auf die Barrikaden zu steigen. Wir müssen aber auch Geduld und Einfühlungsvermögen entwickeln, um mit unseren Partnern, das sind vor allem das BSV und die Stiftung Cerebral, gemeinsam Lösungen zu finden, die für beide Seiten einen Gewinn bedeuten.

Meine Kindheit und Jugend habe ich in einem kleinen Bergdorf im Glarner Hinterland (seit 2011 Glarus Süd) in einem Handwerkerhaushalt verbracht. Neben der Schule war ich vor allem mit Arbeiten in der Schreinerei meines Vaters und in einem Landwirtschaftsbetrieb beschäftigt, in der Freizeit mit Skifahren und Bergsteigen.

In meiner persönlichen Entwicklung haben mich immer die theoretischen Hintergründe und Zusammenhänge interessiert. So bin ich, statt eine Berufslehre zu absolvieren, weiterhin zur Schule gegangen und Lehrer geworden. Ein schwerer Unfall hat meine Absicht korrigiert, als junger Lehrer den Ski-Nachwuchs zu trainieren. Stattdessen wurde ich Hilfsleiter, später verantwortlicher Leiter der Behindertensportgruppe Glarus (Plusport)

Beruflich war ich neben dem Unterricht an verschiedenen Schulstufen mit der Gestaltung von Lehrmitteln und Lehrerweiterbildung beschäftigt. Von 1990 bis 1998 war ich vollamtlicher Schulinspektor des Kantons Glarus. Als Schulinspektor war ich auch für die Sonderschulen zuständig.

Nach der Zeit als Schulinspektor leitete ich eine Oberstufenschule (Sekundarstufe I) und unterrichtete an einer Realschule auch Kinder mit Beeinträchtigungen, z.B. mit cerebralen Sprech- und Bewegungsstörungen. Diese Aufgaben waren nur im Teamteaching und in enger Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten, Heilpädagoginnen, Ergotherapeutinnen und anderen Fachpersonen zu meistern.

Meine Mitarbeit im Projekt Gemeindestrukturreform Kt. Glarus (2005 – 2010; 27 Gemeinden schliessen sich zu 3 Grossgemeinden, Einheitsgemeinden, zusammen) konzentrierte sich mit der Leitung der Projektgruppe Schulwesen auf die Optimierung von Schulgrössen und Schulangeboten, vor allem auch im Bereich der Integration von Kindern mit Behinderung. Seit 2010 stehe ich als Leiter der Hauptabteilung Schule und Familie allen schulischen Angeboten der Gemeinde Glarus Süd vor.

Seit der Geburt unserer zweitjüngsten Tochter Regula , 1988, mit einer Behinderung, setzen meine Frau und ich uns für die schulische Integration (Inklusion) und die Umsetzung der Forderung „gleiche Rechte für Menschen mit Behinderung“ ein. Zurzeit engagieren wir uns g emeinsam mit der IG-NFA (Vereinigung aller Institutionen des Kantons Glarus, die sich für die Anliegen von Menschen mit Behinderung einsetzen) für eine möglichst „behindertengerechte“ Umsetzung des Neuen Finanzausgleichs, NFA, im Kanton Glarus, speziell für die Ermöglichung (Finanzierung) der beruflichen Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung. Über 12 Jahre war ich Mitglied der Kantonalkommission der Pro Infirmis Glarus, viele Jahre deren Präsident und Mitglied des Vorstandes der Pro Infirmis Schweiz. Im Verein Fridlihuus in Glarus gehörte ich bis 2005 dem Vorstand an, davon ein Jahr als Präsident.

Als Präsident der Vereinigung Cerebral werde ich alle meine Kräfte und Erfahrungen dafür einsetzen, die hochgesteckten Ziele der Vereinigung gemeinsam mit Ihnen, mit dem Vorstand und mit der Geschäftsleitung zu erreichen. Ich danke Ihnen, dass Sie uns, mich dabei unterstützen.

 

Ihr Martin Staub


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